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| Zum Konzept Schwurgemeinschaft von Roland Raven, erschienen in der NHZ Nr. 3 |
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Vorwort
Dieser Aufsatz entstand in Folge eines
Besuches von G. und mir bei den Likatiern Pfingsten diesen Jahres. Wieder einmal hat mich
der Stamm der Likatier tief beeindruckt. Von allen existierenden Gemeinschaften erscheint
mir der Stamm der Likatier in vielem konzeptionell am ausgereiftesten, und ich versuche,
von ihrem Modell zu lernen und Verallgemeinerbares zu formulieren.
Ich bin der Überzeugung, daß jede
Gemeinschaft ihr eigene Charakteristka ausbildet. Ironisch übersteigert habe ich es schon
so formuliert, daß jede Gemeinschaft ihre "eigenen kollektiven Macken"
entwickelt und auch entwickeln soll, wie z.B. das ZEGG seine "Liebeszimmer
Kultur" oder Findhorn seine spirituellen Ideen.
Um aber weitere Gemeinschaften zu fördern
ist es auch notwendig, gewisse "Erfolgsrezepte" herauszuarbeiten und
darzustellen. Von den Likatiern wird speziell ihr Mitgliederlevel Konzept als
Erfolgsrezept genannt und für mich als außenstehenden Freund dieser Gemeinschaft spricht
vieles dafür, daß es sich tatsächlich um einen Erfolgsfaktor handelt. Dies möchte ich
in diesem Aufsatz untersuchen und versuchen, diese Grundkonzepte auf die Vision Nemetien
zu übertragen. Diesen Aufsatz stelle ich sowohl bei den Likatiern als auch im
Freundeskreis um die Gruppe Maitea zur Diskussion.
Mitgliederlevels notwendig
für Gemeinschaftsbildung
Ich hatte es schon einmal formuliert:
verschiedene Mitgliederlevels sind notwendig für eine erfolgsreiche Herausbildung einer
Gemeinschaft. Bei vielen gemeinschaftsinteressierten Menschen stößt diese Auffassung
aber auf Befremden und Abwehr. Soll nicht das Ziel der Gemeinschaftsbildung eine freie
Assoziation von Gleichen sein? Ist eine "Elitenbildung" nicht einer
Gemeinschaftsbildung abträglich? Erzeugen verschiedene Mitgliederlevels nicht Zwänge und
Hierarchien?
Ein Konzept, das nicht geht:
Unverbindlichkeit und Konsensprinzip
Die praktische Erfahrung zeigt, daß eine
Form einer Gemeinschaftsinitiative NICHT funktioniert: es ist die Kombination aus
Unverbindlichkeit und Konsensprinzip. Keine auf diesen Prinzipien basierende Gruppe hat je
erfolgreich eine Gemeinschaft aufgebaut. Insbesondere wirkt letztlich ein Verfahren
lähmend, das jedem Menschen unbeschränktes Vetorecht für alle Entscheidungen in einer
Gruppe einräumt. In allen praktischen Erfahrungen, die ich mit der Kombination
Unverbindlichkeit und Konsensprinzip gemacht habe, führte diese zur Begünstigung einer
möglichst geringen Identifikation mit der Gemeinschaft, letztlich zur Desolidarisierung
und meistens zum Zerfall der Gruppe.
Ein Konzept das aufgeht:
Verbindlichkeit und Konsensprinzip
Wenn Menschen gemeinsam klare Ziele
formulieren, dann erweist sich das Konsensprinzip auch tragfähig, weil es in der Lage
ist, die Interessen aller zu berücksichtigen. Das Konsensprinzip hat längere Zyklen der
Entscheidungsfindung, weil ja alle einem Beschluß zustimmen müssen, aber weil alle
gemeinsame Ziele haben, wird schon inhaltlich jeder Beteiligte bestrebt sein, die
Entwicklung der Gemeinschaft nicht aus eigensüchtigen Gründen zu blockieren.
Verbindlichkeit
Keine Gemeinschaft kann letztlich existieren
ohne Verbindlichkeit. Es gibt nur wenige Menschen, die das bestreiten, und doch gibt es
immer wieder Diskussionen über das Thema. Es gibt Menschen, die lehnen für sich
Verbindlichkeit ab, fordern aber gern Dienstleistungen der "Gemeinschaft" ein.
Im Extremfall führt dies zu parasitären Zuständen, wo wenige Menschen sich im Dienste
der Gemeinschaft aufreiben für andere. Solche Konzepte brechen regelmäßig wieder
zusammen. Um parasitäre Zustände zu verhindern, da fallen vielen Menschen zuerst im
weitesten Sinne des Wortes "Zwangsmaßnahmen" ein, d.h. Maßnahmen ergreifen,
daß einzelne Menschen die Gemeinschaft nicht nur ausnutzen, sondern auch ihr dienen. In
jeder Gemeinschaft ist das letztlich ein Thema.
Freiwilligkeit
Zwar gibt es auch Zwangsgemeinschaften, aber
diese sind nicht unser Thema. Wir sprechen von Gemeinschaften als freiwillige
Assoziationen. Hier ergibt sich die Binsenweisheit, daß die Freiwilligkeit von Menschen,
einer Gemeinschaft zu dienen, verschiedenes Ausmaß haben kann. Letztlich beruht darauf
auch die Freiwilligkeit, nämlich auf dem freien Willen. Der soll nicht gebrochen werden,
sondern vielmehr zu seinem vollen Recht verholfen werden. Dies vorausgesetzt gibt es keine
andere Möglichkeit, als Menschen auf unterschiedlichen Ebenen ihres freien Willens, einer
Gemeinschaft zu dienen, jeweils zusammenzufassen.
Das Beispiel ZEGG
Das ZEGG hat 3 Mitgliederlevels, soweit ich
in Erfahrung bringen konnte:
- Die Träumer, die sich entschieden haben, beim Projekt ZEGG
zu bleiben
- Die Tänzer, die fest im Zegg leben, sich aber noch nicht
endgültig für das ZEGG entschieden haben.
- Die Nomaden, die zeitweilig im ZEGG leben
Soweit ich weiß, haben diese drei Levels
eigene Foren (Forum = vom ZEGG weiterentwickelte Kommunikationsform für Gemeinschaften)..
Das Beispiel der Likatier
Die Likatier haben 4, eigentlich 5 Levels.
Sie bezeichnen diese Levels ausdrücklich als Levels, die verschiedene Stufen der Menschen
darstellen, sich auf die Gemeinschaft einzulassen.
- Die Lebemenschen, die im Stamm leben und u.U. auch arbeiten.
Sie verfügen jedoch weiterhin über Privateigentum und vor allem eigenes Geld.
- Die Spurmenschen, die in die ökonomische Organisation des
Stammes schon eingebunden sind, sich aber noch nicht mit Schwur und Besitzübereignung
für den Stamm endgültig entschieden haben.
- Die Schwurmenschen, die geschworen haben, beim Stamm zu
bleiben und ihr gesamtes Provateigentum in den Stamm eingebracht haben
- Die Existenzialmenschen, die geschworen haben, mit ihrem
Leben für das Leben der Stammesmitglieder und den Stamm selbst einzustehen
Kombination von Freiwilligkeit
und Verbindlichkeit = Schwurgemeinschaft
Letztlich ist die Kardinalfrage jeder
Gemeinschaftsbildung die Kombination von Freiwilligkeit und Verbindlichkeit. Eine
wirkliche Gemeinschaft entsteht erst dann, wenn sich Menschen in der individuellen und
gemeinsamen Willenserklärung zusammenfinden, ebendiese Gemeinschaft zu begründen und
nach ihrer Gründung auch an ihr festzuhalten. Das definiere ich als Schwurgemeinschaft.
Was ist eine Schwurgemeinschaft?
Ein uraltes demokratisches
Konzept
Eine Schwur- oder Eidgenossenschaft steht am
Beginn der ältesten und auch erfolgreichsten demokratischen Bewegungen der Geschichte.
Herausragendes Beispiel ist die Schweizer Eidgenossenschaft, die ursprünglich aus dem
Schwur alpiner Bauerngenossenschaften hervorging, sich nicht der habsburgischen Herrschaft
zu unterwerfen. Das gesamte Mittelalter ist geprägt von bäuerlichen und
frühbürgerlichen Eidgenossenschaften, die sich den Zwangsherrschaften von Kaisertum,
Klerus und Adel nicht unterwerfen wollten. In den frühen Städten bildeten die
rebellischen Zünfte Schwurgemeinschaften und leisteten ihren Beitrag zu Entstehung der
freien Reichsstädte, ohne die auch eine moderne Demokratie nie denkbar gewesen wäre.
Vergessen wir auch nicht den berühmten Ballhausschwur zu Versailles, wo die Abgeordneten
des sogenannten 3. Standes schworen, nicht mehr auseinanderzugehen, bis Frankreich eine
Verfassung haben würde. Auch die Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika
schlossen sich zu einer Schwurgemeinschaft zusammen, um die Unabhängigkeit von der
britischen Krone zu erkämpfen.
Was ist eine Schwurgemeinschaft?
Sie ist
 | ein frei-williger Zusammenschluß |
 | die Formulierung eines gemeinsamen Zieles der
Schwurgenoss/inn/en |
 | die Willenserklärung, von dem formulierten Ziel nicht
abzulassen, bis es erreicht ist |
 | die Willenserklärung, von der formulierten Willenserklärung
nicht mehr ablassen zu wollen |
Eine Schwurgemeinschaft ist also per se eine
von vielen Individuen gemeinsame Willenserklärung, an der alle Beteiligten unbedingt
festhalten möchten, jeder für sich und doch alle gemeinsam. Von daher ist eine
Schwurgemeinschaft einer der wichtigsten gemeinschaftsschaffenden Akte überhaupt.
Ein Schwur ist letztlich ein Vertrag, und
zwar ein Vertrag, den der Schwörende mit sich selbst schließt. Der gemeinschaftliche Akt
des Schwures bedeutet, daß die Schwörenden sich die Verträge mit sich selbst bezeugen.
Kann eine Schwurgemeinschaft eine
Zwangsgemeinschaft sein?
Diese Frage kann ganz klar mit nein
beantwortet werden. Ein Schwur, zu dem ein Mensch gezwungen oder selbst nur genötigt oder
überredet wird, ist kein wirklicher Schwur. Auf jeden Versuch, ein Mensch gegen seinen
augenblicklichen Willen zu einem Schwur überreden zu wollen, sollte daher unbedingt
verzichtet werden. Es wäre sinnlos.
Kann eine Schwurgemeinschaft
verlassen werden?
Natürlich kann eine Schwurgemeinschaft
verlassen werden. Es gibt letztlich keine wirklichen Zwangsmittel, um einen Menschen gegen
seinen Willen in einer Schwurgemeinschaft zu halten. Jedoch muß er sich die Frage
stellen, mit welcher Willenskraft und vor allem mit welcher Frei Willigkeit er
einstmals den Schwur geleistet hat. Es gibt einen Autor, der der Auffassung ist, daß ein
wirklich mit ganzem einheitlichen Willen geleisteter Schwur gar nicht gebrochen werden
kann, sondern daß er sich immer erfüllt. Es ist hier wichtig zu begreifen, daß ein
Schwur im wesentlichen kein formaler Akt ist. Die möglichen formalen Riten eines Schwures
können lediglich den Willenakt des Schwörenden unterstützen, aber letztlich ist ein
Schwur ein individueller Willensakt, eine nicht formelle, sondern inhaltliche
Willenskonzentration. Natürlich können Menschen im Laufe ihres Lebens ihren Willen
ändern. Tausende Faktoren können das beeinflussen, was ein Mensch seinen freien Willen
nennt. Letztlich steckt jedoch die Grundfrage dahinter, ob ein Mensch in erster Linie
Opfer oder Schöpfer seines eigenen Schicksals ist. Erst durch die freie Entscheidung,
einen Schwur zu leisten, und das stete Bemühen, an diesem Schwur festzuhalten, fundiert
sich das, was man freien Willen nennen könnte. Ein Mensch, der keine Konstante in seinem
Leben hat, ist ein Getriebener, ein Blatt im Wind, ein Mensch dagegen, der an einem mit
ganzem Willen geleisteten Schwur festhält, gibt seiner Persönlichkeit Konsistenz und
Geradlinigkeit.
Das impliziert natürlich, daß ein Schwur
nicht leichtfertig, nicht aus einer Laune heraus geleistet wird. Um zur obigen Frage
zurückzukehren: natürlich kann eine Schwurgemeinschaft verlassen werden. Das Problem hat
im eigentlichen Sinne nicht die Schwurgemeinschaft, sondern der Schwörende. Er hat seinen
Vertrag mit sich selbst gebrochen. Entweder war dieser Vertrag schlecht und unbedacht,
oder der Wille des Schwörenden war nicht stark genug, an dem einmal geschlossenen Vertrag
festzuhalten.
Soll versucht werden, einen Menschen, der
eine Schwurgemeinschaft verlassen will, davon abzuhalten? Natürlich nicht! Jede wirkliche
Gemeinschaft muß ein großes Ausgangstor besitzen. Jeder kann es jederzeit benutzen.
Vielmehr sollte Sorge dafür getragen werden, daß niemand einen Schwur leistet, der nicht
von seiner ganzen Persönlichkeit getragen wird.
Zur Situation der
Gemeinschaftsbewegung in Südwestdeutschland
Im südwestdeutschen Raum gibt es so etwas,
das man eine Gemeinschaftsbewegung nennen könnte. Es handelt sich um die
Gemeinschaftsansätze um Friedberg, St. Illgen und die Karlsruher Gruppe Maitea, sowie
zahlreiche mit diesen Ansätzen verbundener Individuen. Die Gruppe Maitea ist nach einer
chronischen Krise 2000/2001 eingeschrumpft und veranstaltet noch gelegentlich Foren. In
Jockgrim hat sich mit Caer21 ein aus 4 Erwachsenen und 1 Kind Gemeinschaftsansatz
entwickelt. Darüber hinaus gibt es innerhalb dieses Bezugsfeldes und außerhalb Menschen,
die sich mit dem Konzept Nemetien auseinandersetzen.
Verglichen mit dem Stamm der Likatier oder
auch dem ZEGG bestehen in diesem Bezugsfeld nur schwache verbindliche Wechselbeziehungen,
jedoch ist das personelle Potential sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr hoch. Der
Mangel an verbindlichen Gemeinschaftsansätzen in diesem Raum führt zum Teil dazu, daß
sich einige an entfernteren Gemeinschaftsprojekten zu orientieren beginnen, z.B. an das
Vendoche-Projekt südlich von Berlin.
Die Vorstellungen über verbindliche und
unverbindliche Zusammenarbeit sind in diesem Bezugsfeld zum Teil sehr unterschiedlich, und
da der Unterschiedlichkeit auch nicht durch entsprechende Strukturen Rechnung getragen
wird, ist auf allen Seiten die Unzufriedenheit mit der bestehenden Situation groß.
Ich will ausgehend von der Prämisse, daß
unterschiedliche Freiwilligkeiten unterschiedliche Verbindlichkeiten und
Verbindlichkeitslevels bedürfen, Vorschläge machen.
Vorschläge für verbindliche
Strukturen
Projekt Webserver der Stämme
Mit den Likatiern habe ich die Umrisse eines
Webserver Projektes besprochen, das das Konzept des "modernen Stammes"
propagieren und unterstützen soll. Für dieses Projekt liegt ein
Projektinitialisierungspapier vor.
Nemetische Eidgenossenschaft
(NemEG)
In bisher zwei Ausgaben der Nemetischen Heimatzeitung (NHZ
http://www.nemetien.de.vu) habe ich die Umrisse des Konzeptes Nemetien entwickelt.
Inspiriert wurde ich zu dieser Vision durch meine Begegnung mit den Likatiern Anfang 2000.
Nemetien ist eine Art visionäres
"Dach" für ein Netz von Gemeinschaften / Stämmen im südwestdeutschen Raum.
Der Name "Nemetien" ist von einem keltischen Stamm abgeleitet, der zu Cäsars
Zeit die mittlere Rheinebene besiedelte (bis ins frühe Mittelalter hieß der Speyergau
noch "Land der Nemeter").
Die Vision Nemetien basiert auf 8 Prinzipien, und zwar den
folgenden:
- Das Prinzip der Liebe in ihren verschiedenen Formen (
Eros, Agape, Storge) und das Eintreten für eine neue Moral der Liebe.
- Leben in Stämmen
oder stammesartigen Formationen. Hierzu
zählen alle Gemeinschaftsprojekte, die auf generationsübergreifendem Wohnen,
Gemeinschaftseigentum an Grund und Boden und gemeinsamer Alltagsbewältigung hinauslaufen
Die Unterstützung neuer Formen des Wirtschaftens.
Stichworte: Wirtschaften im Sinne der Gemeinschaft, kooperativ-synergetische
Betriebskonzepte, die auf der Identität von Kernangestellten und Eigentümern fußen,
kooperative Netzwerke von teamorientierten Betrieben
Eine Spiritualität, die grundsätzlich von Glaubensfreiheit
ausgehend die lebendige und naturverbundene Religiösität der alteuropäischen Völker
wiederbelebt und durch positive Adaptionen aus den großen Weltreligionen erneuert.
Die Schaffung von alternativen Austauschformen zur
Kapital- und Geldwirtschaft in autonomen Räumen. Hierzu kann das Tauschring
Modell Wegweiser sein
Entwicklung und Förderung sanfter und nachhaltiger
Technologien, die die Schätze der Natur nicht zunichte machen, sondern regenerativ nutzen
Ein Kulturverständnis, das Kultur als Selbsttätigkeit von
Menschen und Menschengruppen versteht und regeneriert und damit der Abstumpfung durch eine
sinnleer geowrdene industrielle Kulturproduktion ein Ende setzt.
Die Verwirklichung der "Republik Nemetien" als
regionales Projekt einer engen Vernetzung von Gemeinschaftsinitiativen und Gemeinschaften
im südwestdeutschen Raum als eine neue kollektive Identität für eine lebenswerte
Zukunft.
Diese 8 Prinzipien sind aus meiner Sicht
geeignet, die Basis für eine Schwurgemeinschaft zu bilden. Diese Schwurgemeinschaft
würde zwar nicht einen gemeinsamen Stamm begründen, wohl aber ein jetzt schon
existierendes "Dach" von Gemeinschaften. Die Eidgenossen leisten den Eid, für
die 8 vorgeschlagenen Prinzipien einzustehen und an ihrer praktischen Verwirklichung
unablässig gemeinsam zu arbeiten.
In einer späteren Entwicklungsstufe könnte
die Nemeg aus den Stämmen bestehen, die sich im südwestlichen Bereich herausgebildet
haben. Ausdrücklich könnten auch Gemeinschaften in der Frankfurter Gegend dazugehören,
wir nehmen es mit "historischen Grenzen" da nicht genau (warum auch?).
Gemeinschaft der Nemeter
Eine Gemeinschaft der Nemeter hätte als
Bezugspunkt auch die "8 Prinzipien", allerdings in einer geringen
Verbindlichkeit. Alle Menschen, die die "8 Prinzipien" bejahen, können der
Gemeinschaft der Nemeter angehören, über deren Strukturen noch zu beraten wäre.
Coven/Tempel der Nemetona
Es gibt einige alte Heiligtümer (Nemetons) in unserer
Region, die der Göttin Nemetona, der Schutzgöttin eben dieser heiligen Bezirke geweiht
ist. Ein Coven der Nemetona könnte aus Menschen bestehen, die gemeinsam zu mindestens 4
Jahreszeitfesten Rituale an den Nemetons der Nemetona durchzuführen. Darin bestünde auch
der gemeinsame Eid. Die Leistung eines solchen Bundes wäre ein betrag zur Entwicklung
einer nemetischen Kultur.
Nemetische Jugend
Im Umfeld der Gemeinschaftsbewegung sammeln
sich glücklicherweise immer mehr Kinder und Jugendliche an. Ich wurde bereits darauf
angesprochen, wie wichtig es wäre, den Jugendlichen eine positive Zukunftsperspektive
vorzuschlagen, für die es sich lohnt, sich einzusetzen. Die politischen Bewegungen der
Gegenwart bieten zum größten Teil nur Anpassung an die kapitalistische Globalisierung in
verschiedenen Varianten an. Warum nicht Jugendgruppen initiieren, die sich den 8
nemetischen Prinzipien verschreiben?
Schlusswort
Dieser Aufsatz, der auch in
der nächsten Ausgabe der Nemetischen Heimatzeitung erscheinen wird, ist Grundlage meiner
Einladung an alle Leser, die verbindlichen Beziehungen ( auch Eidbeziehungen) mit mir
einzugehen, die sie für sich und vor sich verantworten können. Natürlich bin und bleibe
ich offen für Anregungen und Vorschläge, sowie natürlich immer auch hilfreiche Kritik.
Insbesondere bin ich sehr dankbar für schriftliche Beiträge, die ich getreulich auch
zumindestens den Lesern der NHZ zugänglich machen werde.
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