Archiv der Pintausgaben 2000 - 2006

Nemetische Heimatzeitung

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Zum Konzept Schwurgemeinschaft

von Roland Raven, erschienen in der NHZ Nr. 3

Vorwort

Dieser Aufsatz entstand in Folge eines Besuches von G. und mir bei den Likatiern Pfingsten diesen Jahres. Wieder einmal hat mich der Stamm der Likatier tief beeindruckt. Von allen existierenden Gemeinschaften erscheint mir der Stamm der Likatier in vielem konzeptionell am ausgereiftesten, und ich versuche, von ihrem Modell zu lernen und Verallgemeinerbares zu formulieren.

Ich bin der Überzeugung, daß jede Gemeinschaft ihr eigene Charakteristka ausbildet. Ironisch übersteigert habe ich es schon so formuliert, daß jede Gemeinschaft ihre "eigenen kollektiven Macken" entwickelt und auch entwickeln soll, wie z.B. das ZEGG seine "Liebeszimmer – Kultur" oder Findhorn seine spirituellen Ideen.

Um aber weitere Gemeinschaften zu fördern ist es auch notwendig, gewisse "Erfolgsrezepte" herauszuarbeiten und darzustellen. Von den Likatiern wird speziell ihr Mitgliederlevel – Konzept als Erfolgsrezept genannt und für mich als außenstehenden Freund dieser Gemeinschaft spricht vieles dafür, daß es sich tatsächlich um einen Erfolgsfaktor handelt. Dies möchte ich in diesem Aufsatz untersuchen und versuchen, diese Grundkonzepte auf die Vision Nemetien zu übertragen. Diesen Aufsatz stelle ich sowohl bei den Likatiern als auch im Freundeskreis um die Gruppe Maitea zur Diskussion.

Mitgliederlevels – notwendig für Gemeinschaftsbildung

Ich hatte es schon einmal formuliert: verschiedene Mitgliederlevels sind notwendig für eine erfolgsreiche Herausbildung einer Gemeinschaft. Bei vielen gemeinschaftsinteressierten Menschen stößt diese Auffassung aber auf Befremden und Abwehr. Soll nicht das Ziel der Gemeinschaftsbildung eine freie Assoziation von Gleichen sein? Ist eine "Elitenbildung" nicht einer Gemeinschaftsbildung abträglich? Erzeugen verschiedene Mitgliederlevels nicht Zwänge und Hierarchien?

Ein Konzept, das nicht geht: Unverbindlichkeit und Konsensprinzip

Die praktische Erfahrung zeigt, daß eine Form einer Gemeinschaftsinitiative NICHT funktioniert: es ist die Kombination aus Unverbindlichkeit und Konsensprinzip. Keine auf diesen Prinzipien basierende Gruppe hat je erfolgreich eine Gemeinschaft aufgebaut. Insbesondere wirkt letztlich ein Verfahren lähmend, das jedem Menschen unbeschränktes Vetorecht für alle Entscheidungen in einer Gruppe einräumt. In allen praktischen Erfahrungen, die ich mit der Kombination Unverbindlichkeit und Konsensprinzip gemacht habe, führte diese zur Begünstigung einer möglichst geringen Identifikation mit der Gemeinschaft, letztlich zur Desolidarisierung und meistens zum Zerfall der Gruppe.

Ein Konzept das aufgeht: Verbindlichkeit und Konsensprinzip

Wenn Menschen gemeinsam klare Ziele formulieren, dann erweist sich das Konsensprinzip auch tragfähig, weil es in der Lage ist, die Interessen aller zu berücksichtigen. Das Konsensprinzip hat längere Zyklen der Entscheidungsfindung, weil ja alle einem Beschluß zustimmen müssen, aber weil alle gemeinsame Ziele haben, wird schon inhaltlich jeder Beteiligte bestrebt sein, die Entwicklung der Gemeinschaft nicht aus eigensüchtigen Gründen zu blockieren.

Verbindlichkeit

Keine Gemeinschaft kann letztlich existieren ohne Verbindlichkeit. Es gibt nur wenige Menschen, die das bestreiten, und doch gibt es immer wieder Diskussionen über das Thema. Es gibt Menschen, die lehnen für sich Verbindlichkeit ab, fordern aber gern Dienstleistungen der "Gemeinschaft" ein. Im Extremfall führt dies zu parasitären Zuständen, wo wenige Menschen sich im Dienste der Gemeinschaft aufreiben für andere. Solche Konzepte brechen regelmäßig wieder zusammen. Um parasitäre Zustände zu verhindern, da fallen vielen Menschen zuerst im weitesten Sinne des Wortes "Zwangsmaßnahmen" ein, d.h. Maßnahmen ergreifen, daß einzelne Menschen die Gemeinschaft nicht nur ausnutzen, sondern auch ihr dienen. In jeder Gemeinschaft ist das letztlich ein Thema.

Freiwilligkeit

Zwar gibt es auch Zwangsgemeinschaften, aber diese sind nicht unser Thema. Wir sprechen von Gemeinschaften als freiwillige Assoziationen. Hier ergibt sich die Binsenweisheit, daß die Freiwilligkeit von Menschen, einer Gemeinschaft zu dienen, verschiedenes Ausmaß haben kann. Letztlich beruht darauf auch die Freiwilligkeit, nämlich auf dem freien Willen. Der soll nicht gebrochen werden, sondern vielmehr zu seinem vollen Recht verholfen werden. Dies vorausgesetzt gibt es keine andere Möglichkeit, als Menschen auf unterschiedlichen Ebenen ihres freien Willens, einer Gemeinschaft zu dienen, jeweils zusammenzufassen.

Das Beispiel ZEGG

Das ZEGG hat 3 Mitgliederlevels, soweit ich in Erfahrung bringen konnte:

  1. Die Träumer, die sich entschieden haben, beim Projekt ZEGG zu bleiben
  2. Die Tänzer, die fest im Zegg leben, sich aber noch nicht endgültig für das ZEGG entschieden haben.
  3. Die Nomaden, die zeitweilig im ZEGG leben

Soweit ich weiß, haben diese drei Levels eigene Foren (Forum = vom ZEGG weiterentwickelte Kommunikationsform für Gemeinschaften)..

Das Beispiel der Likatier

Die Likatier haben 4, eigentlich 5 Levels. Sie bezeichnen diese Levels ausdrücklich als Levels, die verschiedene Stufen der Menschen darstellen, sich auf die Gemeinschaft einzulassen.

  1. Die Lebemenschen, die im Stamm leben und u.U. auch arbeiten. Sie verfügen jedoch weiterhin über Privateigentum und vor allem eigenes Geld.
  2. Die Spurmenschen, die in die ökonomische Organisation des Stammes schon eingebunden sind, sich aber noch nicht mit Schwur und Besitzübereignung für den Stamm endgültig entschieden haben.
  3. Die Schwurmenschen, die geschworen haben, beim Stamm zu bleiben und ihr gesamtes Provateigentum in den Stamm eingebracht haben
  4. Die Existenzialmenschen, die geschworen haben, mit ihrem Leben für das Leben der Stammesmitglieder und den Stamm selbst einzustehen

Kombination von Freiwilligkeit und Verbindlichkeit = Schwurgemeinschaft

Letztlich ist die Kardinalfrage jeder Gemeinschaftsbildung die Kombination von Freiwilligkeit und Verbindlichkeit. Eine wirkliche Gemeinschaft entsteht erst dann, wenn sich Menschen in der individuellen und gemeinsamen Willenserklärung zusammenfinden, ebendiese Gemeinschaft zu begründen und nach ihrer Gründung auch an ihr festzuhalten. Das definiere ich als Schwurgemeinschaft.

Was ist eine Schwurgemeinschaft?

Ein uraltes demokratisches Konzept

Eine Schwur- oder Eidgenossenschaft steht am Beginn der ältesten und auch erfolgreichsten demokratischen Bewegungen der Geschichte. Herausragendes Beispiel ist die Schweizer Eidgenossenschaft, die ursprünglich aus dem Schwur alpiner Bauerngenossenschaften hervorging, sich nicht der habsburgischen Herrschaft zu unterwerfen. Das gesamte Mittelalter ist geprägt von bäuerlichen und frühbürgerlichen Eidgenossenschaften, die sich den Zwangsherrschaften von Kaisertum, Klerus und Adel nicht unterwerfen wollten. In den frühen Städten bildeten die rebellischen Zünfte Schwurgemeinschaften und leisteten ihren Beitrag zu Entstehung der freien Reichsstädte, ohne die auch eine moderne Demokratie nie denkbar gewesen wäre. Vergessen wir auch nicht den berühmten Ballhausschwur zu Versailles, wo die Abgeordneten des sogenannten 3. Standes schworen, nicht mehr auseinanderzugehen, bis Frankreich eine Verfassung haben würde. Auch die Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika schlossen sich zu einer Schwurgemeinschaft zusammen, um die Unabhängigkeit von der britischen Krone zu erkämpfen.

Was ist eine Schwurgemeinschaft?

Sie ist

ein frei-williger Zusammenschluß
die Formulierung eines gemeinsamen Zieles der Schwurgenoss/inn/en
die Willenserklärung, von dem formulierten Ziel nicht abzulassen, bis es erreicht ist
die Willenserklärung, von der formulierten Willenserklärung nicht mehr ablassen zu wollen

Eine Schwurgemeinschaft ist also per se eine von vielen Individuen gemeinsame Willenserklärung, an der alle Beteiligten unbedingt festhalten möchten, jeder für sich und doch alle gemeinsam. Von daher ist eine Schwurgemeinschaft einer der wichtigsten gemeinschaftsschaffenden Akte überhaupt.

Ein Schwur ist letztlich ein Vertrag, und zwar ein Vertrag, den der Schwörende mit sich selbst schließt. Der gemeinschaftliche Akt des Schwures bedeutet, daß die Schwörenden sich die Verträge mit sich selbst bezeugen.

 Kann eine Schwurgemeinschaft eine Zwangsgemeinschaft sein?

Diese Frage kann ganz klar mit nein beantwortet werden. Ein Schwur, zu dem ein Mensch gezwungen oder selbst nur genötigt oder überredet wird, ist kein wirklicher Schwur. Auf jeden Versuch, ein Mensch gegen seinen augenblicklichen Willen zu einem Schwur überreden zu wollen, sollte daher unbedingt verzichtet werden. Es wäre sinnlos.

Kann eine Schwurgemeinschaft verlassen werden?

Natürlich kann eine Schwurgemeinschaft verlassen werden. Es gibt letztlich keine wirklichen Zwangsmittel, um einen Menschen gegen seinen Willen in einer Schwurgemeinschaft zu halten. Jedoch muß er sich die Frage stellen, mit welcher Willenskraft und vor allem mit welcher Frei – Willigkeit er einstmals den Schwur geleistet hat. Es gibt einen Autor, der der Auffassung ist, daß ein wirklich mit ganzem einheitlichen Willen geleisteter Schwur gar nicht gebrochen werden kann, sondern daß er sich immer erfüllt. Es ist hier wichtig zu begreifen, daß ein Schwur im wesentlichen kein formaler Akt ist. Die möglichen formalen Riten eines Schwures können lediglich den Willenakt des Schwörenden unterstützen, aber letztlich ist ein Schwur ein individueller Willensakt, eine nicht formelle, sondern inhaltliche Willenskonzentration. Natürlich können Menschen im Laufe ihres Lebens ihren Willen ändern. Tausende Faktoren können das beeinflussen, was ein Mensch seinen freien Willen nennt. Letztlich steckt jedoch die Grundfrage dahinter, ob ein Mensch in erster Linie Opfer oder Schöpfer seines eigenen Schicksals ist. Erst durch die freie Entscheidung, einen Schwur zu leisten, und das stete Bemühen, an diesem Schwur festzuhalten, fundiert sich das, was man freien Willen nennen könnte. Ein Mensch, der keine Konstante in seinem Leben hat, ist ein Getriebener, ein Blatt im Wind, ein Mensch dagegen, der an einem mit ganzem Willen geleisteten Schwur festhält, gibt seiner Persönlichkeit Konsistenz und Geradlinigkeit.

Das impliziert natürlich, daß ein Schwur nicht leichtfertig, nicht aus einer Laune heraus geleistet wird. Um zur obigen Frage zurückzukehren: natürlich kann eine Schwurgemeinschaft verlassen werden. Das Problem hat im eigentlichen Sinne nicht die Schwurgemeinschaft, sondern der Schwörende. Er hat seinen Vertrag mit sich selbst gebrochen. Entweder war dieser Vertrag schlecht und unbedacht, oder der Wille des Schwörenden war nicht stark genug, an dem einmal geschlossenen Vertrag festzuhalten.

Soll versucht werden, einen Menschen, der eine Schwurgemeinschaft verlassen will, davon abzuhalten? Natürlich nicht! Jede wirkliche Gemeinschaft muß ein großes Ausgangstor besitzen. Jeder kann es jederzeit benutzen. Vielmehr sollte Sorge dafür getragen werden, daß niemand einen Schwur leistet, der nicht von seiner ganzen Persönlichkeit getragen wird.

Zur Situation der Gemeinschaftsbewegung in Südwestdeutschland

Im südwestdeutschen Raum gibt es so etwas, das man eine Gemeinschaftsbewegung nennen könnte. Es handelt sich um die Gemeinschaftsansätze um Friedberg, St. Illgen und die Karlsruher Gruppe Maitea, sowie zahlreiche mit diesen Ansätzen verbundener Individuen. Die Gruppe Maitea ist nach einer chronischen Krise 2000/2001 eingeschrumpft und veranstaltet noch gelegentlich Foren. In Jockgrim hat sich mit Caer21 ein aus 4 Erwachsenen und 1 Kind Gemeinschaftsansatz entwickelt. Darüber hinaus gibt es innerhalb dieses Bezugsfeldes und außerhalb Menschen, die sich mit dem Konzept Nemetien auseinandersetzen.

Verglichen mit dem Stamm der Likatier oder auch dem ZEGG bestehen in diesem Bezugsfeld nur schwache verbindliche Wechselbeziehungen, jedoch ist das personelle Potential sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr hoch. Der Mangel an verbindlichen Gemeinschaftsansätzen in diesem Raum führt zum Teil dazu, daß sich einige an entfernteren Gemeinschaftsprojekten zu orientieren beginnen, z.B. an das Vendoche-Projekt südlich von Berlin.

Die Vorstellungen über verbindliche und unverbindliche Zusammenarbeit sind in diesem Bezugsfeld zum Teil sehr unterschiedlich, und da der Unterschiedlichkeit auch nicht durch entsprechende Strukturen Rechnung getragen wird, ist auf allen Seiten die Unzufriedenheit mit der bestehenden Situation groß.

Ich will ausgehend von der Prämisse, daß unterschiedliche Freiwilligkeiten unterschiedliche Verbindlichkeiten und Verbindlichkeitslevels bedürfen, Vorschläge machen.

Vorschläge für verbindliche Strukturen

Projekt Webserver der Stämme

Mit den Likatiern habe ich die Umrisse eines Webserver – Projektes besprochen, das das Konzept des "modernen Stammes" propagieren und unterstützen soll. Für dieses Projekt liegt ein Projektinitialisierungspapier vor.

Nemetische Eidgenossenschaft (NemEG)

In bisher zwei Ausgaben der Nemetischen Heimatzeitung (NHZ http://www.nemetien.de.vu) habe ich die Umrisse des Konzeptes Nemetien entwickelt. Inspiriert wurde ich zu dieser Vision durch meine Begegnung mit den Likatiern Anfang 2000.

Nemetien ist eine Art visionäres "Dach" für ein Netz von Gemeinschaften / Stämmen im südwestdeutschen Raum. Der Name "Nemetien" ist von einem keltischen Stamm abgeleitet, der zu Cäsars Zeit die mittlere Rheinebene besiedelte (bis ins frühe Mittelalter hieß der Speyergau noch "Land der Nemeter").

Die Vision Nemetien basiert auf 8 Prinzipien, und zwar den folgenden:

  1. Das Prinzip der Liebe in ihren verschiedenen Formen ( Eros, Agape, Storge) und das Eintreten für eine neue Moral der Liebe.
  2. Leben in Stämmen oder stammesartigen Formationen. Hierzu zählen alle Gemeinschaftsprojekte, die auf generationsübergreifendem Wohnen, Gemeinschaftseigentum an Grund und Boden und gemeinsamer Alltagsbewältigung hinauslaufen
  3. Die Unterstützung neuer Formen des Wirtschaftens. Stichworte: Wirtschaften im Sinne der Gemeinschaft, kooperativ-synergetische Betriebskonzepte, die auf der Identität von Kernangestellten und Eigentümern fußen, kooperative Netzwerke von teamorientierten Betrieben
  4. Eine Spiritualität, die grundsätzlich von Glaubensfreiheit ausgehend die lebendige und naturverbundene Religiösität der alteuropäischen Völker wiederbelebt und durch positive Adaptionen aus den großen Weltreligionen erneuert.
  5. Die Schaffung von alternativen Austauschformen zur Kapital- und Geldwirtschaft in autonomen Räumen. Hierzu kann das Tauschring – Modell Wegweiser sein
  6. Entwicklung und Förderung sanfter und nachhaltiger Technologien, die die Schätze der Natur nicht zunichte machen, sondern regenerativ nutzen
  7. Ein Kulturverständnis, das Kultur als Selbsttätigkeit von Menschen und Menschengruppen versteht und regeneriert und damit der Abstumpfung durch eine sinnleer geowrdene industrielle Kulturproduktion ein Ende setzt.
  8. Die Verwirklichung der "Republik Nemetien" als regionales Projekt einer engen Vernetzung von Gemeinschaftsinitiativen und Gemeinschaften im südwestdeutschen Raum als eine neue kollektive Identität für eine lebenswerte Zukunft.

Diese 8 Prinzipien sind aus meiner Sicht geeignet, die Basis für eine Schwurgemeinschaft zu bilden. Diese Schwurgemeinschaft würde zwar nicht einen gemeinsamen Stamm begründen, wohl aber ein jetzt schon existierendes "Dach" von Gemeinschaften. Die Eidgenossen leisten den Eid, für die 8 vorgeschlagenen Prinzipien einzustehen und an ihrer praktischen Verwirklichung unablässig gemeinsam zu arbeiten.

In einer späteren Entwicklungsstufe könnte die Nemeg aus den Stämmen bestehen, die sich im südwestlichen Bereich herausgebildet haben. Ausdrücklich könnten auch Gemeinschaften in der Frankfurter Gegend dazugehören, wir nehmen es mit "historischen Grenzen" da nicht genau (warum auch?).

Gemeinschaft der Nemeter

Eine Gemeinschaft der Nemeter hätte als Bezugspunkt auch die "8 Prinzipien", allerdings in einer geringen Verbindlichkeit. Alle Menschen, die die "8 Prinzipien" bejahen, können der Gemeinschaft der Nemeter angehören, über deren Strukturen noch zu beraten wäre.

Coven/Tempel der Nemetona

Es gibt einige alte Heiligtümer (Nemetons) in unserer Region, die der Göttin Nemetona, der Schutzgöttin eben dieser heiligen Bezirke geweiht ist. Ein Coven der Nemetona könnte aus Menschen bestehen, die gemeinsam zu mindestens 4 Jahreszeitfesten Rituale an den Nemetons der Nemetona durchzuführen. Darin bestünde auch der gemeinsame Eid. Die Leistung eines solchen Bundes wäre ein betrag zur Entwicklung einer nemetischen Kultur.

Nemetische Jugend

Im Umfeld der Gemeinschaftsbewegung sammeln sich glücklicherweise immer mehr Kinder und Jugendliche an. Ich wurde bereits darauf angesprochen, wie wichtig es wäre, den Jugendlichen eine positive Zukunftsperspektive vorzuschlagen, für die es sich lohnt, sich einzusetzen. Die politischen Bewegungen der Gegenwart bieten zum größten Teil nur Anpassung an die kapitalistische Globalisierung in verschiedenen Varianten an. Warum nicht Jugendgruppen initiieren, die sich den 8 nemetischen Prinzipien verschreiben?

Schlusswort

Dieser Aufsatz, der auch in der nächsten Ausgabe der Nemetischen Heimatzeitung erscheinen wird, ist Grundlage meiner Einladung an alle Leser, die verbindlichen Beziehungen ( auch Eidbeziehungen) mit mir einzugehen, die sie für sich und vor sich verantworten können. Natürlich bin und bleibe ich offen für Anregungen und Vorschläge, sowie natürlich immer auch hilfreiche Kritik. Insbesondere bin ich sehr dankbar für schriftliche Beiträge, die ich getreulich auch zumindestens den Lesern der NHZ zugänglich machen werde.

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: nemetien@nemetien.org
Stand: 12. Februar 2005