Archiv der Pintausgaben 2000 - 2006

Nemetische Heimatzeitung

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Satirische Kolumne Dr. Geißler klärt auf

Viel Freude machte den Lesern der NHZ die Kolumne "Dr. Geißler klärt auf", die wir hier zusammenhängend publizieren.

Hier die einzelnen Folgen:

Rückfall in die Barbarei
Tarnen und Täuschen
Wie die Nemeter nach der Weltherrschaft trachten

Rückfall in die Barbarei

    Gastbeitrag von Prof. Dr. Benedikt Geißler*, Sektenbeauftragter der Landeskirche von Helgoland und seit über 20 Jahren als Experte für New-Age-Gruppierungen, Neohumanismus und Exorzismus tätig. Prof. Dr. Geißler berichtet in seinem Beitrag über seine heimliche Teilnahme an einer heidnischen Sonnwendfeier mitten in Deutschland.

    Als hätten 1600 Jahre Christentum in Deutschland nie existiert, feiern Heiden mitten in unserem Land die alten Opferriten von denen man glaubte sie wären längst überwunden. In einem Land, das von christlicher Nächstenliebe und einer christlichen Leitkultur geprägt ist, in dem der Opfertod unseres Heilands doch schon vor langer Zeit das Ende der unzivilisierten Welt eingeläutet hatte, gibt es allen Ernstes noch Heiden, an denen die Geschichte vorbeigegangen scheint, die scheinbar allen noch so liebevollen Vorkehrungen der christlichen Mission getrotzt haben.

    Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen habe ich mich entschlossen incognito einem solchen heidnischen Ritus als Beobachter beizuwohnen. Ich tat das schweren Herzens, einerseits hatte ich ja ein schlechtes Gewissen an heidnischen barbarischen Riten teilzunehmen, andererseits könnte ich doch so helfen andere Christen vor diesen gefährlichen Machenschaften zu warnen und um dieses gefährliche Sektenunwesen zu bekämpfen.

    Also nahm ich unter einem Pseudonym Kontakt zu sogenannten "Hexen" und "Heiden" im Internet auf und outete mich als Gleichgesinnter. Nach mehreren ergebnislosen Versuchen wurde ich dann doch zur Teilnahme an einem Opferritual anlässlich der Sommersonnwende eingeladen. Ich kam abends zum vereinbarten Treffpunkt auf einem Waldparkplatz im Pfälzer Wald. Eigentlich erwartete ich eine Gruppe von schwarzgewandeten Priestern mit starrem Blick, mußte aber zu meinem Erschrecken feststellen daß dort scheinbar ganz normal gekleidete Leute beiderlei Geschlechts aus allen Altersgruppen sich zwanglos zusammenfanden. Die Tarnung als "Wandergruppe" war offensichtlich noch perfekter als wir dann gemeinsam mit Rucksäcken beladen zu Fuß den Berg hinaufstiegen. Mir fiel lediglich auf, daß einige Jugendliche, die zudem noch sehr schwere Rucksäcke trugen, den Aufstieg barfuß zurücklegen mussten. Wie barbarisch! Nachdem wir in ca. 2 Stunden den Aufstieg bewältigt hatten, mussten wir auf Anweisung den letzten Kilometer durch Walddickicht schweigend zurücklegen. Mir war das recht, konnte mich doch so niemand ausfragen. Als wir auf der Anhöhe, dem Opferplatz (eine Waldlichtung), angekommen waren, wurden wir Männer aufgefordert, aus Steinen einen Steinkreis aus großen schweren Steinen rings um eine sogenannte steinerne Opferschale zu errichten. Ich nehme an daß die Jugendlichen in ihren Rucksäcken zu diesem Zweck Steine mitführten, da ich mich wunderte wo mitten im Wald auf einmal so viele große Felsbrocken herkamen. Die armen Jungs! Dann mußten sich alle Anwesenden innerhalb des Steinkreises (außer mir waren es 23) im Kreis aufstellen. Es herrschte eine gespenstische Stille. Ich fühlte alle Blicke auf mich gerichtet und ich hörte mein Herz rasen. Ich glaubte alle könnten nun erahnen, daß ich ein Frevler sei und ich hätte mich nicht gewundert, wenn ich durch den Zorn Wotans über meine Frevelei vom Blitz getroffen worden wäre. Aber nichts dergleichen geschah. Die mit brennenden Kerzen und Opfergaben (die ich in der Dunkelheit nicht richtig erkennen konnte) vollgestellte steinerne Opferschale, die so groß war, daß man darauf gut und gerne ein großes Tier-oder auch Menschenopfer darbringen konnte, gab ein gespenstisches Bild ab. Eine der weiblichen Teilnehmerinnen beschwor nun mit einem riesigen Ritualmesser die bösen Mächte. Offensichtlich war sie die Priesterin und sie erschien mir unheimlich. Ich hoffte nur daß meine Tarnung nicht aufflog. Wahrscheinlich hätten sie mich dann auf der Stelle den finsteren Mächten geopfert. Danach wurden die Teilnehmer aufgefordert ihre intimsten Wünsche laut und öffentlich vor allen Teilnehmern bekanntzugeben. Der reinste Psychoterror! Ich musste mir schnell was einfallen lassen, also wünschte ich mir heimlich daß ich heil aus der Geschichte wieder rauskomme. Öffentlich wünschte ich mir aber, als ich an der Reihe war, in Zukunft etwas mutiger zu sein, was ja angesichts meines Zustandes sehr wohl der Wahrheit entsprach. Danach wurde ein metallener Kelch rundum gereicht. Erst dachte ich es sei Blut, als ich aber die Weinflaschen sah, war ich erleichtert. Das war der erste Lichtblick für mich. Meine Mundhöhle war trocken von der Anstrengung und vor Aufregung und ich freute mich auf einen großen Schluck Wein. Wie enttäuscht war ich doch dann zu sehen, daß die Teilnehmer nur einen kleinen Schluck des angebotenen Rotweins tranken, den großen Rest aber als Trankopfer auf den Boden schütteten. Also blieb mir nicht anderes übrig als es den anderen gleich zu tun. Die Priesterin beendete dann das Ritual und forderte uns auf den Opferplatz unverzüglich und schweigend zu verlassen. Wahrscheinlich sollten wir nicht sehen dürfen wie die Opferkadaver entsorgt werden. Danach erfolgte in völliger Dunkelheit (nur der Mond schien leise) der gemeinsame beschwerliche Abstieg zurück zum Parkplatz. Ich nutzte die Dunkelheit um mich flugs aus dem Staub zu machen. Heilfroh diesem gespenstischen Treiben entkommen zu sein fuhr ich nach Hause, immer im Rückspiegel schauend, ob ich nicht verfolgt werde.

    Noch heute schaudert es mich wenn ich daran zurückdenke. Und wie froh können alle Christen sein nicht mehr diesen barbarischen Opfern beiwohnen zu müssen. Es ist die Zeit gekommen, nun auch die letzten Reste dieser heidnischen Brut mit Stumpf und Stiel in diesem unserem christlichen Land auszumerzen. Denn nur die Botschaft unseres ans Kreuz genagelten Heilands kann die Menschheit erretten und vor der Hölle bewahren. Gehen wir daher mit gutem Beispiel voran und bekämpfen wir die Heiden wie es einst der heilige Georg tat als er den Drachen tötete!

    Ein Feedback

      Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Geißler,

      wir bedanken uns im Namen der Amtskirche auf das herzlichste für Ihr selbstloses Engagement. Wir begrüßen es außerordentlich, dass es immer noch mutige und unerschrockene Menschen gibt, die sich in die Hölle der heidnischen Löwen wagen. Nur wenn wir die Machenschaften dieser Heiden genau verfolgen, wissen wir mit wem wir es zu tun haben und können entsprechend agieren.

      Lieber Herr Professor, wir bitten Sie ausdrücklich, behalten Sie weiterhin Ihren aufrechten Mut, opfern Sie Ihren Ego für den Dienst an der heiligen Sache!

      Bitte halten Sie weiterhin Kontakt mit dieser dubiosen Sekte.

      Immer im Eingedenk-nur die wahrhaft Selbstlosen erleben das Himmelreich.

      (Heiden errichten sich das Himmelreich bereits auf Erden-undenkbar für uns!)

      Ermunternde Grüße

      Maria Magdalena Luna Satira (die mit dem Schwert tanzt ) :-))))))

Geißler klärt auf!

Vorwort der NHZ-Redaktion

      Der rege Zuspruch den Professor Dr. Benedikt Geißler* mit seinem Gastbeitrag "Rückfall in die Barbarei" ausgelöst hat, veranlasste die NHZ-Redaktion Prof. Dr. Geißler zu bitten, regelmäßig über seine sektenpolitische Erfahrungen zu berichten und in Form von Kurzberichten in die NHZ einfliessen zu lassen. Er entsprach dieser Bitte und wir freuen uns eine solch anerkannte Koryphäe als freien Mitarbeiter gewonnen zu haben.

      Prof. Dr. Benedikt Geißler ist Sektenbeauftragter der Landeskirche von Helgoland und seit über 20 Jahren als Experte für New-Age-Gruppierungen, Neohumanismus und Exorzismus tätig und wird fortan die Kolumne "Geißler klärt auf!" betreuen.

      (pt)

"Tarnen und Täuschen"

Beobachtungen beim "1. Nemetischen Heimattreffen" (6.-8. September 2002)

Vorbereitung:

        In meinem letzten Essay berichtete ich über meine heimliche Teilnahme an einem heidnischen Opferritual mitten in Deutschland. Meine dort gewonnenen Kontakte führten dazu, dass mir eine Einladung zu einem "Nemetischen Heimattreffen" ins Haus flatterte. Zuerst konnte ich mir keinen Reim darauf machen. Ich hatte zwar schon Bekanntschaft mit einigen Gruppen von "Heimatvertriebenen" gemacht, doch "Nemeter" waren mir völlig unbekannt. Da "Heimatvertriebenen-Vereine" aber oftmals sektiererische Ansätze zeigen, war meine Neugierde so groß, daß ich mich darauf vorbereitete mir dieses obskure Treffen anzuschauen. Meine Recherchen ergaben dass die "Nemeter" ein schon lange ausgestorbener heidnischer Volksstamm sind, die in der Pfalz, in Nordbaden und im angrenzenden Elsaß ansässig waren und dieses Gebiet bevölkerten, noch bevor die liebevollen christlichen Missionare dieses Gebiet erreichten und die dortige Bevölkerung zum wahren Glauben an den an ans Kreuz genagelten Erlöser führten.

        Also hatte ich davon auszugehen, dass in irgendwelchen Berghöhlen des Pfälzer Waldes ein paar widerspenstige Nachfahren dieser Barbaren überlebt hatten, die sich in einem kleinen Ort am Rande der Pfalz namens Jockgrim zu ihrem Treffen versammelten. Um die Öffentlichkeit über ihre wahren Absichten zu täuschen, hat dieser heidnische Klüngel anscheinend absichtlich den harmlosen und irreführenden Begriff "Heimatabend" gewählt. Außenstehenden sollte wohl vorgemacht werden, dass sich die "Nemeter" mit der Wiedereingliederung des Elsasses in Gross- Germanien und eventuellen Wiedergutmachungsansprüchen an Frankreich befassen.

        Um die christliche Bevölkerung vor solchen gefährlichen und hinterlistigen Umtrieben warnen zu können, beschloß ich also dieser Sache auf den Grund zu gehen, sagte meine Teilnahme zu, und schaute mich ein paar Tage vor Beginn an dem angegebenen Treffpunkt unauffällig um. Die angegebene Adresse "Caer 21" stellte sich als Tarnadresse heraus. In Wirklichkeit war die Straße nach dem christlichen bayrischen König Ludwig benannt. Als Zeichen ihrer Ablehnung des wahren Christentums haben sie die Straße eigenmächtig umgetauft; wer der genannte heidnische Namensgeber "Caer" war konnte ich in der Kürze der verbleibenden Zeit aber nicht mehr feststellen.

        Um mich unauffällig zu geben zog ich das mit okkulten Abbildungen bedruckte schwarze T-Shirt an, das ich einem von mir zur Christenheit zurückgeführten Satansjünger abgenommen habe, legte mir die Holzkette um, die ich auf einem afrikanischen Trödelmarkt erstanden hatte und zog die "Hell’s Angels" – Jeansjacke an, die ich noch aus meiner Jugendzeit im christlichen Motorradclub aufbewahrt hatte. Sicherheitshalber und um vor den heidnischen Dämonen sicher zu sein trug ich darunter das goldene Kettchen mit dem Kruzifix-Anhänger, das ich von meiner Großmutter anläßlich meiner Konfirmation erhalten habe. Ich parkte meinen Dienstwagen, einen Siebener-BMW, auf einem Parkplatz in der Nähe, nahm noch eine Beruhigungstablette, schnappte meinen eigens mitgebrachten Schlafsack nebst Luftmatratze und legte dann die letzten einhundert Meter zu Fuß zurück.

1.Tag:

        Der für den Abend angekündigte Programmpunkt hieß "Begrüßung und Kennenlernen". Offenbar kannten sie noch nicht alle und ich hoffte inbrünstig dass neben mir noch wenigstens ein weiterer Neuling da wäre. So würde sich das Interesse der "Nemeter" dann auf zwei oder mehr Neulinge verteilen und ich wäre nicht allein der heidnischen Inquisition ausgesetzt.

        Um mich in falscher Sicherheit zu wiegen, begrüßten mich alle schon Anwesenden auf das herzlichste. Ich ließ mich aber davon nicht blenden, sondern setzte mich auf einen Stuhl an der Wand, von wo aus ich alle beobachten konnte und ließ mir nicht anmerken, dass ich spürte wie mich die "Nemeter" eindringlich musterten. Die "Nemeter" waren ausnahmslos als normale Leute getarnt gekleidet und ich spürte, dass mein T-Shirt wohl doch nicht das richtige unauffällige Outfit war. Also ließ ich meine Jeans-Jacke zugeknöpft. Die mir angebotenen Getränke lehnte ich erst mal freundlich ab, da ich nicht sicher war ob mir nicht eine "Wahrheits"-Droge oder ein Schlafmittel verabreicht werden sollte.

        Die erste sogenannte "Gesprächsrunde" wurde eröffnet mit der persönlichen Vorstellung der Teilnehmer und der Frage was sich die Einzelnen von dem "Heimattreffen" erwarten. Aber ich ließ mich davon nicht täuschen, schließlich wusste ich ja dass die "Nemeter" sich untereinander längst kannten. Aus Erfahrung wusste ich auch, dass sie mich nur aus der Reserve locken wollten um mich in Widersprüche zu verwickeln und mich so zu enttarnen, worauf ich mich jedoch nicht einließ.

        Ich wollte mehr über die "Nemeter" erfahren und erwähnte das auch beiläufig im Gespräch. Um von meinem Anliegen und von den wirklichen Gründen des Treffens abzulenken wurde kurz eine Scheindebatte über den Begriff "Heimat" geführt, den einige der Anwesenden wohl "politisch vorbelastet" und daher als unangebracht ansahen. Einer der Anwesenden wollte dann unbedingt einen Text von einem vermutlich heidnischen Schriftsteller namens Widmer vorlesen lassen, was den zum Lesen auserwählten Teilnehmer dazu veranlaßte seinerseits nachzufragen warum er ausgerechnet diesen Text lesen solle, worauf andere Teilnehmer fragten, was in dem Text denn stehen würde, wonach der mysteriöse Text dann letztendlich doch verlesen wurde. Allerdings hatte ich den Eindruck dass niemand in meiner Anwesenheit die geheimnisvolle Bedeutung des Textes erläutern wollte, so wurde ex-cathedra erklärt dass man am Sonntag nochmals darauf zurück komme, was natürlich dann nicht geschah solange ich mich dort aufhielt und ich auch nicht anders erwartet hatte.

        Auf meine erneute Nachfrage was denn das mit "Nemetien" und den "Nemetern" auf sich habe, drückte mir jemand, ich glaube das war der "Ober-Nemeter", drei Druckschriften mit dem Titel "Nemetische Heimatzeitung", dem Zentralorgan der Sekte, in die Hand. Ich verstand also den Wink mit dem Zaunpfahl: "Halt die Klappe und lerne erst mal etwas über unsere Gemeinschaft bevor du hier `ne Lippe riskierst!". Eine Teilnehmerin, die ich noch als Priesterin vom vorherigen heidnischen Ritual in Erinnerung hatte, kündigte an am nächsten Abend im Garten des Anwesens ein Ritual zu veranstalten, zu dem alle kommen sollen. Also doch! Ich hatte es geahnt!

2.Tag:

        Am nächsten Tag, nach dem Frühstück, wurden dann alle Anwesenden aufgefordert Gartenarbeiten auszuführen, angeblich um Vorbereitungen für das am Abend stattfindende Ritual zu treffen. Hauptsächlich bestand die Arbeit aus Steineschleppen, aber das kannte ich ja schon vom letzten Mal. Und wozu eine aus Steinen und Brettern gefertigte Gartentreppe für das Ritual nützlich sein sollte war mir schleierhaft, aber bei Sekten ist man es ja gewohnt zu Fronarbeiten herangezogen zu werden. Jetzt zeigte die Sekte also ihr wahres Gesicht!

        Glücklicherweise fand in Jockgrim, direkt vor der Haustür ein Hinterstädtel-Fest statt, wohin ich mich unauffällig verzog um mir was zu Essen zu kaufen und um ein Bier zu trinken; sonst wäre ich dort vermutlich noch verhungert. Aber sie schickten einen Suchtrupp los, erwischten mich dort prompt und ich versprach zum angekündigten Ritual pünktlich zurückzukommen, was ich dann auch tat.

        Von der ortsansässigen Bevölkerung am Gartenzaun argwöhnisch beobachtet standen wir alle im Kreis um ein Opferfeuer wobei wir uns an den Händen hielten und die Priesterin lautstark den Mond (sie nannte ihn fälschlicherweise "Mondin") beschwor und "herabziehen" wollte, was natürlich nicht gelang, denn der Mond verblieb nach wie vor an seinem Platz, so wie ich es geahnt hatte. Aber niemand schien sich daran zu stören.

        Die sektentypische Wahrnehmungsblockade mit einhergehendem Realitätsverlust hatte wohl bei der Gruppe eingesetzt und niemand außer mir schien es zu bemerken. Selbst als dann es auch noch anfing zu regnen, schien das keinen zu stören. Die Trankopfer wurden unentwegt fortgesetzt bis meine Jeansjacke völlig durchnäßt war. Wie barbarisch!

3.Tag:

        Am nächsten Tag, es war Sonntag wurden noch zwei Indoktrinationen (sie wurden Gesprächsrunden genannt) angesetzt, wobei eine davon an einem nahegelegenen Baggersee stattfand. Das ist symptomatisch bei Sekten und ich habe das andernorts schon mehrfach beobachten können. Erst wird ein angenehmes Ambiente vorgegaukelt, aber anstatt die Gruppe sich entspannen zu lassen, wird der Gruppenzwang unmerklich erhöht bis letztlich die Gefühle durchbrechen und es zum kollektiven Seelen-Striptease kommt. Diese angestrebte Gefühlsebene wird dann von den Sekten-Gurus, in diesem Fall den "Ober-Nemetern" ausgenutzt, um einerseits die Gruppe abzuschotten und um andererseits ihren eigenen Machtanspruch zu festigen sowie um potentielle Neu-Mitglieder an die Sekte zu binden. Aber mit zwanzigjähriger Sekten-Erfahrung im Auftrag der Landeskirche von Helgoland war es mir ein Leichtes diese sektentypischen Verhaltensweisen zu erkennen.

Fazit:

    Ich kann daher nur jeden Christenmenschen warnen in Kontakt mit den "Nemetern" zu treten. Unter dem Deckmantel eines Heimatvereins, deren Mitglieder angeblich nur Gemeinschaft und sogenannte "Spiritualität" pflegen möchten, gebärden sie sich in Wirklichkeit als gemeingefährliche esoterische Psycho-Sekte.

    Ich werde deshalb meine Bemühungen diese mysteriösen "Nemeter" als Scharlatane zu entlarven, weiterhin fortsetzen, die mir ausgehändigten Ausgaben des Sektenpamphlets "Nemetische Heimatzeitung" einer kritischen Analyse unterziehen und auch die nächsten angekündigten "nemetischen Wochenenden" besuchen.

    Fortsetzung folgt. (pt)

     

Geißler klärt auf!

Vorwort der NHZ-Redaktion:

      Prof. Dr. Benedikt Geißler* ist Sektenbeauftragter der Landeskirche von Helgoland und seit über 20 Jahren als Experte für New-Age-Gruppierungen, Neohumanismus und Exorzismus tätig und betreut die Kolumne "Geißler klärt auf!". (* Name geändert)

"Wie die Nemeter nach der Weltherrschaft trachten"

      Mein Besuch bei den "Heimattreffen" der "Sekte" der "Nemeter" und der artverwandten Sekte der "Likatier" sowie meine Analyse des Sektenpamphlets "Nemetische Heimatzeitung"

Vorwort:

Meine langjährige Erfahrung in der Bekämpfung destruktiver Sekten im Auftrag der Landeskirche von Helgoland hat mein Augenmerk auf die obskure Sekte der "Nemeter" gelenkt. Ich nahm an heidnischen Opferritualen teil und besuchte die Gehirnwäsche-Seminare in Jockgrim in der Pfalz, die unter dem unverdächtigen Namen "Nemetische Wochenenden" monatlich regelmäßig stattfinden. Desertieren habe ich diesbezüglich Kontakt mit meinem Allgäuer Kollegen Rodelbauer aufgenommen, der vor einigen Jahren auf eine ähnlich destruktive Sekte im Allgäu gestoßen ist und mit großem Tamtam alle aufrechten bayrischen Christenmenschen auf die Machenschaften der gefährlichen "Likatier" hinweist und vor ihnen warnt. Desweiteren habe ich mich mit den schriftlichen Veröffentlichungen der Nemeter, besonders dem Sektenpamphlet "Nemetische Heimatzeitung", befaßt und einer gründlichen Analyse unterzogen. Hier nun die Zusammenfassung meiner neuesten Erkenntnisse:

Die Nemeter sind eine gefährliche destruktive Sekte, die die Weltherrschaft anstrebt. Die Gefährlichkeit der Nemeter ergibt sich besonders durch drei Faktoren:

  1. der demografischen Entwicklung
  2. dem ökofaschistischen Ansatz des sog. "Bioregionalismus"
  3. der Netzwerkstrategie der Nemeter

1. die demografische Entwicklung:

        Beschäftigen wir uns zuerst mit der demografischen Entwicklung. Derweil die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland zahlenmäßig abnimmt und das durchschnittliche Lebensalter der Bundesbürger stetig steigt was innerhalb der nächsten einhundert Jahre zu einer Halbierung der Einwohnerzahl führt, steigt die Zahl der "Nemeter und anderer "Ökofaschisten" stetig. Mein Besuch bei den Likatiern in Füssen z.B. ergab, daß dort die Hälfte der Sektenmitglieder Kinder oder Jugendliche sind. Da sich somit die Gesamtzahl der Sektenanhänger auch ohne die Aufnahme neuer Mitglieder rapide vermehrt ist statistisch davon auszugehen, daß sich ihre Anzahl in den nächsten einhundert Jahre verachtfacht. Setzt sich diese demografische Entwicklung weiter fort so ergibt sich folgende Entwicklung:

        Zeitraum Anzahl Bundesbürger Anzahl Nemeter u.a.
      jetzt ca. 80. 000.000 ca. 200
      in 100 Jahren ca. 40. 000.000 ca. 1.600
      in 200 Jahren ca. 20. 000.000 ca. 12.800
      in 300 Jahren ca. 10. 000.000 ca. 102.400
      in 400 Jahren ca. 5. 000.000 ca. 819.200
      in 500 Jahren ca. 2. 500.000 ca. 6. 553.600

      Somit wird es in fünfhundert Jahren fast drei mal soviel Nemeter (und Likatier usw.) wie Bundesbürger in Deutschland geben. Das entspricht ungefähr dem Zeitraum der vergangen ist, seit unser ehrwürdiger Martin Luther seine Thesen an die Eingangstüre der Schloßkirche zu Wittenberg nagelte und damit die Reformation einleitete.

      Daß es die Nemeter ernst damit meinen, beweist schon die Tatsache, daß sie am Heiligabend (welche Blasphemie!) des alten Jahres schon wieder einen kleinen Nemeter (Konrad Leon Julian v. Nemetien) in die Welt setzten, dem sie den Beinamen Julian gaben, der ausgerechnet an den vom wahren Glauben abgefallenen römischen Kaiser "Julian Apostata" erinnert.

      Sind die Nemeter und ihre Verbündeten aber erst mal in der Mehrheit, so werden sie nicht zögern christliche Kirchen zu schänden um sie für ihre heidnischen Opferrituale zu mißbrauchen. Sie werden christliche Kinder ihrer Stammesgöttin Nemetona opfern, die christlichen Feiertage verbieten, Pfarrer und Ordensleute in die Kerker werfen, Bischöfe den Kopf abschlagen, erbarmungslos Nonnen die Bäuche aufschlitzen und mit Gewaltandrohung den verbliebenen Christen ihren grausamen heidnischen Glauben aufzwingen wollen.

      Dieser Entwicklung muß daher von Anfang an unter Einbeziehung aller Möglichkeiten auf das Entschlossenste begegnet werden.

2. der ökofaschistische Ansatz des sogenannten "Bioregionalismus"

      Nach dem Studium der NHZ und einschlägiger Literatur mußte ich feststellen, daß vieles von der nemetischen Theologie dem entspricht was renommierte Fachleute wie z.B. die ökologische Vordenkerin Jutta Ditfurth "Ökofaschismus" nennen. Die Anhänger dieser faschistoiden Ideologie sind weltweit als sogenannte Bioregionalisten bekannt.

      Die Gefährlichkeit dieser Ideologie, die auch von den Nemetern übernommen wurde ergibt sich schon daraus, daß Bioregionalisten den Mensch nicht als die einzig schützenswerte Spezies, die Krone göttlicher Schöpfung, als das Abbild des allmächtigen Gottes, als Herrscher über die Erde und das Tierreich ansehen. Sie glauben den Frevel, der Mensch sei nur ein Teil der Natur und habe dort seinen eigenen Platz, den er im Einklang mit den anderen Lebewesen ausfülle und habe nicht mehr oder weniger Rechte als sie.

      Diese lebensverachtende Ideologie verhöhnt alles wofür unser Heiland sein Leben am Kreuz geopfert hat, ist mithin die schlimmste Ketzerei die mir je untergekommen ist. Bioregionalisten in aller Welt fordern ja sogar, daß die Weltbevölkerung auf 100 Millionen schrumpfen müsse, so steht es in der NHZ Nr.5, was mit den überschüssigen 6 Milliarden Menschen, Frauen, Kinder, Greise, geschehen soll steht dort nicht. Wahrscheinlich wollen sie die in einem gigantischen Vernichtungslager der "Endlösung" zuführen. Diese Vorstellung macht schaudern.

3. die Netzwerkstrategie der Nemeter

      Die Gefährlichkeit der Nemeter wird, neben den bereits erklärten Punkten, vor allem dadurch manifestiert, daß sie ein geheimes Netzwerk bilden und somit subversiv tätig sind. Im Gegensatz zu den ihnen geistesverwandten Likatiern, die relativ einfach auszumachen sind, da sie weitgehend alle am gleichen Ort wohnen und arbeiten und so auch gezielt bekämpft werden können, wie mir mein geschätzter Kollege Rodelbauer aus Füssen berichtete, siedeln die Nemeter dezentral und sind daher schwer auszumachen. Zwar haben sie mit dem sogenannten "Caer21" eine zentrale Anlaufstelle, aber nur wenige Mitglieder halten sich dort ständig auf bzw. wohnen dort.

      Nicht wenige Nemeter tarnen sich durch eine bürgerliche Existenz in Wohnorten die oft weit voneinander entfernt sind. Das erschwert natürlich die Beobachtung der Sekte ungemein. Dieses geheime Netzwerk der Nemeter stellt daher eine nicht unbedeutende Behinderung einer erfolgreichen Bekämpfung dieser Sekte dar. Die Nemeter operieren also teils legal in der Öffentlichkeit, gleichzeitig aber in kleinen in sich abgeschotteten Zellen, ähnlich den "revolutionären Zellen" oder dem "El Khaida"-Netzwerk der islamistischen Terroristen. Je weniger wir über sie in Erfahrung bringen können, desto höher muß daher das Gefahrenpotential der Sekte eingestuft werden. Es besteht also dringender Handlungsbedarf. Dies um so mehr als ich festgestellt habe, daß die Nemeter sich mit den bereits erwähnten Likatiern und anderen Gruppen intensiv austauschen.

      Unbestätigten Gerüchten zu Folge soll sogar ein "Webserver der Stämme" geplant sein, der dazu dient, die konspirative Kommunikation der vernetzten Gruppen untereinander zu fördern. Damit soll die Öffentlichkeit über deren wahre Absicht, nämlich die Weltherrschaft an sich zu reißen, getäuscht werden.

erforderliche Maßnahmen:

Es muß die Aufgabe aller gläubigen und aufrechten Christen sein, weltweit die Gefährlichkeit dieser menschenverachtenden Sektierer öffentlich zu machen und im Namen unseres Erlösers die Nemeter und ihre Verbündeten auf Schritt und Tritt zu bekämpfen, zu missionieren und sie wieder dem einzig wahren Glauben im Schoß der Mutter Kirche zuzuführen. Dazu muß jedes Mittel gerechtfertigt sein, auch "heiliger Zwang", wie schon einer der eifrigsten Verfechter des christlichen Glaubens, der "ehrwürdige Vater" und Gründer des "Opus Dei", Josemaria Escriva, der unlängst vom Papst heiliggesprochen wurde, sagte.

Wir, die Sektenbeauftragten der Kirchen und der Länder haben daher die konzertierte Aktion "Stoppt die Nemeter" ins Leben gerufen. Auf der in diesem Jahr anstehenden ökumenischen Konferenz kirchlicher Sektenberatungsstellen wird deshalb auf mein Betreiben hin dieses Thema im Vordergrund stehen. Geplant ist die Einberufung einer Expertenkommision unter Einbeziehung von hochrangigen Mitarbeitern des Zentralrates der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD), der Katholischen deutschen Bischofskonferenz, der vatikanischen Glaubenskongregation (als Nachfolger der "Heiligen Inquisition"), des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), des Bundeskriminalamtes (BKA), des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), des Bundesnachrichtendienstes (BND), der Landeskriminalämter, des Zentralrats der Juden in Deutschland (ZdJD) und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), die prüfen soll, welche geeigneten Sofortmaßnahmen ergriffen werden können, um zu verhindern daß die Nemeter die Weltherrschaft erlangen. Auch die Enquete-Kommission "Sogenannte Sekten und Psychogruppen" des Deutschen Bundestages hat ihr Interesse bekundet und sagte zu, ein Zehn-Punkte – Sofort-Programm zur Verabschiedung durch den Deutschen Bundestag vorzulegen. Abgeordnete aller im Parlament vertretenen Parteien und auch Vertreter der Länderkammer bekundeten bereits ihre Zustimmung zum Zehn-Punkte-Programm. Außerparlamentarische Unterstützung erhalten wir zudem durch "ÖkoBlinx" und "LumpenPax", die antifaschistische Mahnwachen aufzustellen zugesagt haben.

Wir werden weiterhin alles Erdenkliche tun um diesem widerlichen Sektenunwesen der Nemeter Einhalt zu gebieten. Auch Sie können helfen! Bekämpfen auch Sie das Sektenunwesen und verhindern sie die nemetische Weltherrschaft. Ein Platz im Himmelreich wird Ihnen sicher sein. Unterstützen Sie die Aktion "Stoppt die Nemeter"! Auch Ihr Schärflein kann dazu beitragen uns vor den Nemetern zu retten.

Ihre Geldspende können Sie entweder auf mein privates Nummernkonto in Liechtenstein oder auf mein Girokonto bei der Vatikanbank (Stichwort: Fuck the Nemeter) überweisen. Selbstverständlich erhalten Sie eine abzugsfähige Spendenbescheinigung. Spendenbeträge, die den Betrag von EUR. 10.000,--übersteigen werden selbstverständlich gesplittet um der Publikationspflicht zu entgehen. Auch anonyme Spender sind uns gerne willkommen.

Fortsetzung folgt (pt)

10.03.2003

 

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Stand: 10. März 2003