Archiv der Pintausgaben 2000 - 2006

Nemetische Heimatzeitung

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Gemeinschaft und kultische Rituale

Von Dragon, erschienen in der NHZ Nr. 4, Okt. 2002

Ein Grundschema für ein kultisches Ritual

Ritualort: Der Ort des Rituals sollte wohl ausgewählt sein. Er sollte vor unvorhergesehenen Störungen sicher sein und entsprechend vorbereitet. Gegebenenfalls sollte er durch ein entsprechendes Reinigungsritual vorbereitet sein.

Teilnehmer: Es sollten grundsätzlich nur geladene Menschen an einem kultischen Ritual teilnehmen, und diese sollten von dem rituellen Charakter vorher Bescheid wissen.

Ritualleitung:Idealerweise hat ein Priesterpaar die Ritualleitung inne. Mindestens eine Person sollte die Leitung des Rituals innehaben und von den anderen in dieser Rolle unterstützt werden. Für die Dauer des Rituals hat diese Person die Rolle einer Priesterin bzw. eines Priesters inne.

Ablauf:

Schutzkreis um den Ritualplatz ziehen. In der einfachsten Form sollte der Platz dreimal gegen den Uhrzeigersinn umschritten werden. Schutzkreis ziehen bedeutet willentlich und konzentriert ungünstige und destruktive Kräfte von dem Ort zu verbannen. Dies kann durch gesprochene Formeln, aber auch schweigend, unter Umständen durch magische Werkzeuge (Schwert, Messer) unterstützt werden.
Reinigung. Vorbereitung - Utensilien werden organisiert ; die Absicht wird festgelegt ; eventuell Zeit der Enthaltsamkeit ; es kann aber auch spontan organisiert werden. Reinigung, Erdung - Körperliche Reinigung, Meditation, Einstimmung auf das Ritual, abschalten vom Alltag. Salz-Wasserreinigung, Ziehen des Kreises - Eingangsspruch, Salz-Wasserreinigung zur geistigen Reinigung der Teilnehmer, des Altars, der Atmosphäre, sowie Räucherung derselben. Ziehen des Kreises zum errichten eines heiligen Bezirkes, mit eigenen Worten. Ziehe ihn am besten mit der Athame (Dolch). In der Natur kannst Du ein Mehlkreis (biologisch abbaubar) anlegen. Der Kreis soll nicht nur Schützen, sondern auch gesammelte Kräfte halten. Ziehe den Kreis auch im Kopf. Die Grenzen der Diesseitigen und der Anderwelt sollen darin aufgehoben werden.
Begrüßung. Die Priesterin bzw. der Priester begrüßt die Anwesenden und eröffnet das Ritual. Dies kann durch ein gemeinsam gesungenes Lied bekräftigt werden.
Anrufung. Priesterin oder Priester füllt einen Kelch mit Wein und ruft wohlgesinnte Gottheiten und Geister an. Es ist zu empfehlen, die Göttin Nemetona und ihren gehörnten Gefährten anzurufen. Wenn man will, kann jede anwesende Person Götter oder wohlgesinnte geister ihrer Wahl zusätzlich anrufen. Anrufung der Elemente - Anrufung der vier Hüter der Himmelsrichtungen und der Elemente. Dies muß nicht unbedingt erfolgen, aber in größeren Ritualen wird es gern genommen, da die Wächter einen guten Schutz darstellen und die Elemente (des Lebens) bei magischen Operationen mit ihren Kräften hilfreich sind. (Norden: Koreas, Erde, Pentakel (Pentagramm) / Osten: Euros, Luft, Schwert, Athame / Süden: Notus, Feuer, magischer Stab/ Westen: Zephiros, Wasser, Kelch
Wunschrunde mit Trankopfer.
Rituelle Feier
Abschluß des Rituals und Verabschiedung der angerufenen Kräfte. Danksagung an die Götter, Wächter verabschieden, Kreis auflösen, eventuell noch mal Meditation, im Wicca wird meist weitergefeiert, je lockerer, um so besser, denn der Hexenkult ist keine triste, humorlose Religion. langsames wiederfinden zur Alltagswelt.

 

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Stand: 05. Mai 2006