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Entwurf eines Lebensmodells: der Clan
von Izuna, erschienen in der NHZ Nr. 2 |
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Wenn man die bisherigen Ansätze in der
Diskussion, insbesondere die Krise der Kleinfamilie, das Überhandnehmen von
Alleinerziehenden, Singles und Patchwork-Familien betrachtet und bedenkt, gelangt man mit
einer gewissen Stringenz zu einer neuen, sozusagen am Horizont schon sichtbaren
Lebensstruktur, die geeignet wäre, die Krise der Kleinfamilie sozusagen positiv zu
wenden. Ich möchte nicht den Begriff der Großfamilie benutzen, weil eine Großfamilie
eine meist patriarchale Mehrgenerationenfamilie einer
Blutverwandtschaftslinie darstellt. Auch der oft strapazierte Begriff einer
"Wohngemeinschaft" geht hier weit fehl.
Ich nenne dieses Ding in Anklang an gewisse
keltische Vorbilder Clan.
Ein Clan zeichnet sich durch
folgende Eigenschaften aus:
Er besteht aus mindestens drei
erwachsenen Menschen, die durch treue Liebesbeziehungen miteinander verbunden sind.
Idealerweise setzt sich diese liebende Gemeinschaft aber aus mehr Menschen zusammen, wobei
mit 8 wahrscheinlich eine natürliche Grenze erreicht ist, wo die Intensität und
Vertraulichkeit der Liebesbeziehungen abnehmen würde (Jeder Mensch kann nur eine
begrenzte Anzahl vertraulicher, intimer Beziehungen unterhalten, die Obergrenze liegt
wahrscheinlich bei drei).
Er besteht weiterhin aus den Kindern von ein oder mehreren
dieser erwachsenen Personen. Diese Kinder sind somit voll und ganz in der Lage, diese
Lebensgemeinschaft als das wahrzunehmen, was sie als "Familie" kennen.
Er besteht unter Umständen und idealerweise weiterhin aus
mehreren Generationen, wobei aus einem Clan jederzeit Tochterclans durch Neugründungen
hervorgehen können. Ein Verbund von mehreren Clans wäre dann schon so etwas wie ein
Stamm.
Die Verbindlichkeit und Stabilität des Clans kommt dem nahe,
was idealerweise von der klassischen Kleinfamilie erwartet (aber meistens nicht erfüllt)
wird. Ein gemeinsamer Haushalt liegt nahe sowie gemeinsame Organisationsformen zur
Bestreitung des grauen Alltags, nur daß diese viel effektiver wären als die Kleinfamilie
der "double incomers" heutzutage zu leisten in der Lage ist. Gemeinsame
Clankasse bei gleichzeitigen privaten, individuellen Kassen ist vermutlich sinnvoll.
Natürlich wohnt man unter einem Dach.
Natürlich sind alle Beziehungen im Clan unterstützenswert
und werden vom Clan unterstützt und gefördert, sowohl die Beziehungen zwischen Liebenden
als auch Beziehungen zwischen Eltern und Kindern als auch Beziehungen zwischen
Clanbrüdern und Clanschwestern.
Toll wäre, wenn der Clan einen Namen hätte, der dem
heutigen Nachnamen gleichkäme.
So, jetzt bin ich mal auf die Reaktionen
gespannt, ob es da Diskussionsbeiträge gibt.
Izuna, die Ungeduldige
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