Archiv der Pintausgaben 2000 - 2006

Nemetische Heimatzeitung

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Die historische Bedeutung des 11.September 2001

von Konrad Argast

 

      Im Zeichen des 11.9.2001 hat die Bush – Administration den unbegrenzten und unbeschränkten "Krieg gegen den Terror" erklärt und eröffnet. Bis jetzt ist nur dabei herausgekommen, daß ein Regime, das nachweislich von der Plutokratie der USA über seinen willigen Helfer, den pakistanischen Geheimdienst ISI, erst an die Macht gebracht worden war, durch die alten Kriegsherren zu ersetzen, zum Teil genau die gleichen Figuren, die das ehrgeizige Afghanistan – Projekt der CIA 1980 entmachten sollte.

      Historiker erinnern immer wieder an das historische Attentan von Sarajewo, als ein serbischer Nationalist den östereichischen Thronfolger ermordete. Dieser Anschlag wurde zum Anlaß des 1. Weltkrieges. Doch es gibt Unterschiede zu der damaligen Situation. Erstens war der serbische Attentäter Gavrilo Princip, der den österreichischen Thronfolger erschoß, definitiv kein Agent der östereichischen politischen Polizei oder so etwas ähnliches. Selbst wenn man Bush glauben will, daß Osama Bin Laden der Weltbösewicht darstellt, so ist doch unbestritten, daß dieser Weltbösewicht zumindest ein EHEMALIGER Söldling der CIA ist. Außerdem ging es Österreich damals definitiv um die Zerschlagung des Nationalismus der Balkanvölker. Daraus wurde im Laufe einer Kettenreaktion ein allgemeiner Weltkrieg der Mittelmächte gegen die Entente. Auch das ist, zweitens, dieses Mal anders. Wer ist eigentlich der Feind, wenn man das Ammenmärchen vom übermächtigen Drahtzieher Bin Laden absieht? Sind nicht die Erzfeinde, die "Achse des Bösen" letztlich allesamt ehemalige willige Helfershelfer des Großen Bruders in Washington? (Was Nordkorea angeht, siehe bitte Kasten).

      Der Kapitalismus geht offenkundig in sein Punkzeitalter über und er trägt den Spruch "No future" auf seinem Rücken. Wenn keine Feinde da seind, dann müssen sie eben erfunden werden. Das heißt aber nicht, daß die Kriege bloß virtuell ablaufen. Mitnichten, die Menschen in kolumbien, in Afghhanistan und im Irak sterben wirklich. Es ist kein Computerspiel. Der Zynismus läßt sich kaum noch überbieten. Da säuselt ein George W. Bush von "Freedom and Democray", und wenn man ihn hört und die Geschichte allein nur seiner eigenen Sippe studiert, dann erscheint selbst Al Capone noch als harmloser Vorstadtgangster. Die "ehrenwerte Gesellschaft", die Mafia, hat auch immer sehr auf ihr honoriges und ehrenvolles Erscheinungsbild geachtet. Warum sollten sie "ihre Maske fallenlassen"? Das werden sie niemals tun. Niemals werden sie zugeben, in welchem Maße sie in das Attentat vom WTC verstrickt waren. Niemals werden sie zugeben, in welchem Maße sie Saddam Hussein aufgerüstet haben.

      Vor einigen Monaten kam es im bankrotten Argentinien zu einem Massenaufstand gegen die korrupte Regierung unter der Losung "Que se vayan todos" (sie sollen alle abhauen!). Gemeint waren mit "sie": die gesamte "politische Klasse" und die Oligarchie. Könnte sein, daß dieser Ruf auch weltweit erschallt, wenn jemals ruchbar wird, was wirklich hinter dem WTC – Attentat steckt. Könnte sein, daß ihr Krieg das noch schneller bewirkt. Die NASA kann für diesen Fall schon einmal vorsorglich Raumfähren bereitstellen (Rückflug unnötig). Nun gut, wollen wir Erbarmen zeigen, die Anktarktis reicht auch, denn die Todesstrafe lehnen wir ja sogar im Falle von Massenmördern ab.

 
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Stand: 12. Februar 2005