|
Der Begriff Utopie stammt vom englischen Humanisten Thomas Morus (1478-1535), der einen erdichteten Reisebericht über ein erfundenes Land Utopia (griech., Nirgendwo) schrieb, in dem es im Gegensatz zu allen ihm bekannten Ländern eine größtmögliche Harmonie unter den Menschen gab. Der Begriff Utopie ist abgeleitet von dem Wort Utopia (griech. ou = nicht, topos = Ort, lat. utopia = Nirgendwo), das Thomas Morus im Titel seines Romanes De optimo rei publicae statu, deque nova insula Utopia verwendete. In diesem Roman kritisiert Morus die englische Gesellschaftsordnung und entwirft ein ideales Gemeinwesen, das er auf die Insel Utopia verlegt. Der Begriff Utopie wird heute zumindest in zwei verschiedenen Bedeutungen verwendet: (1) als Bezeichnung für den Entwurf einer künftigen Gesellschaft und (2) als Bezeichnung für einen nicht verwirklichbaren Entwurf einer künftigen Gesellschaftsordnung.
* Fernziel * Eine Vorstellung der Zukunft (s.a. Vision oder Illusion) * Entwürfe einer vornehmlich idealen Gemeinschaft in einem fiktiven der tatsächlichen Welt entrückten Nirgendwo. * Vorstellung einer gewünschten Zukunft * Vorstellung einer nicht gewünschten Zukunft, wird auch Dystopie genannt * Vorstellung einer zukünftigen Ordnung/Struktur
Seit dem philosophischen Monumentalwerk 'Das Prinzip Hoffnung' über das menschliche Wünschen und Hoffen des Philosophen der Utopie, Ernst Bloch, pflegt man Utopien als notwendige, wenn auch nicht hinreichende Grundlage der Hoffnung auf eine bessere Welt anzusehen. Es gilt zu wählen zwischen dem 'Es geht nicht mehr' und dem 'Es geht so nicht mehr'. Letzteres erfordert grundlegende Veränderungen. Und braucht Utopien. Gerade in Überlebenssituationen, wo das Überleben selbst eigentlich schon eine Utopie ist, braucht es Ideen, Bilder, Vorstellungen - also: Utopien, die dies ermöglichen. Dies können andererseits nur Utopien sein, die über das Überleben hinausgehen.
Ein Plädoyer für die Utopie
http://www.linksnet.de/artikel.php?id=1377
|