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Ernst Bloch wurde am 08.07.1885 in Ludwigshafen als Sohn jüdischer Eltern geboren. Er war ein Einzelkind und seine Jugend empfand er als wenig glücklich. Bloch selbst sagte, dass er sich „aufsässig gegen Haus und Schule“ verhielt. Schon früh entdeckte der junge Bloch, dass er philosophische und literarische Neigungen hatte. Ab 1905 studierte er Philosophie. Als Nebenfächer wählte er Physik, Musik und Germanistik. Zwei Jahre später hörte er von Oswald Külpe, dem Begründer der experimentellen Denkphilosophie. Aus diesem Grund wechselte er nach Würzburg. Dort schloss Bloch sein Studium ab. Schon jetzt Ernst Bloch stellte die Forderung nach einer neuen Metaphysik auf und wesentliche Theoreme seiner späteren „Philosophie der Utopie“. In Heidelberg 1912 gelangte Ernst Bloch in den Kreis um Max Weber. Sein erstes bedeutendes Werk erschien nach der Emigration in die Schweiz (am Ende des Ersten Weltkriegs). Es trägt den Namen „Geist der Utopie“. 1923 erschien eine Neufassung von „Geist der Utopie“, die noch stärker an marxistische Lehren angelehnt war. In Blochs Freundeskreis befanden sich u.a. Bert Brecht, Walter Benjamin und Theodor W. Adorno. Nach Hitlers Machtübernahme emigrierte Ernst Bloch nach Zürich. Danach lebte er in den USA, wo mehrere Werke entstanden (z.B. „Naturrecht und menschliche Würde“ oder sein Hauptwerk „Das Prinzip der Hoffnung“). 1949 kehrte Bloch in den Osten Deutschlands, die DDR, zurück. Mit 64 Jahren erhielt er in Leipzig einen Lehrstuhl für Philosophie. Er wurde mit den Nationalpreis der DDR und den Vaterländischen Verdienstorden ausgezeichnet. Allerdings wurde er 1957 zwangsemeritiert, weil er Kritik an Staat und Partei geübt hatte Bei einem Besuch der Wagner-Festspiele in Bayreuth wurde Bloch vom Bau der Mauer überrascht und blieb im Westen. Die 68er Studentenbewegung begleitete er mit großer Sympathie und war mit Rudi Dutschke eng befreundet. Er starb 1977. Bloch hat viel zur Rehabilitierung der Utopie getan. Er hat nachgewiesen, dass sie sehr wohl in Gestalt des Prinzips Hoffnung in eine Praxis der Emanzipation münden kann.
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