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Willkommen auf der Seite für die häufig gestellten Fragen (FAQ). Unten finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen von Besuchern dieser Website. Falls Sie zu Ihrer Fragen keine Antwort auf dieser Seite finden, senden Sie uns eine E-Mail unter ProjektNemetien [at] nemetien.org.
Wir werden diese Seite bald mit weiterem Inhalt füllen. Vorerst haben wir auf einige sehr typische Fragen vorläufige Antworten gegeben, die wir bitten, nicht auf die Goldwaage zu legen, in dem Sinne: sie stellen unseren derzeitigen Standpunkt dar.
Seid ihr eine Gruppe? Die Macher der Website nemetien.org sind eine Gruppe. Aber das Projekt Nemetien ist nicht Sache einer einzelnen Gruppe. Das Projekt Nemetien ist offen für alle Menschen guten Willens.
Seid ihr unverbesserliche Weltverbesserer? Wir hoffen es.
Seid Ihr eine Sekte? In keinem Sinne des Wortes!
Ist das Projekt Nemetien ein politisches Projekt? Auch, aber nicht nur. Hängt natürlich von dem Verständnis ab, was man von dem Wort “Politik” hat. Wir verstehen unter “Politik” das, was alle angeht. Insofern sind wir ein politisches Projekt. Aber wir sind nicht “politisch” in dem engen Sinne von konventioneller Partei- und Tagespolitik. Wir sind keine Partei.
Seid ihr so Naturfreaks? Nun, wir haben Harmonie zwischen Mensch und Natur, nachhaltige Technologien und Ökologie als eine unserer Leitideen. Naturfreaks sind uns natürlich auch willkommen. Andererseits benutzen wir Computer und einige von uns sind technische Spezialisten. Nein, der Begriff trifft es nicht so richtig. Naturfreaks sind uns willkommen, aber als Nemeter muß man nicht etwa Vegetarier, Naturbursche oder Vogelkundler sein.
Wie seid ihr auf den Namen Nemetien gekommen? Von 1000 v.Chr bis 1000 n Chr. bewohnte ein keltisch-germanisches Mischvolk der Nemeter die Region zwischen Ludwigshafen-Heidelberg bis Hangenau-Offenburg. Der Verwaltungsbezirk im Römischen Reich hieß “Civitas Nemetum”, die heutige Stadt Speyer hieß “Nemetum”. Diese nach allen unseren Erkenntnissen kunstfertige und friedfertige Volk wurde von Cäsar - wie alle Völker der Rheinebene - unterworfen, lebte aber unter römisches Herrschaft fort und war Bestandteil des Reiches der Allemannen. Im Kriege glücklos, aber mit großer kultureller Strahlkraft (die slawischen Völker bezeichnen die Deutschen sogar mit dem Wort “Nemez”) knüpfen wir an dieses untergegangene Volk an, dessen Heiligtümer (sogenannte Nemetons) in der Pfalz, in Baden und im Elsaß noch zu bewundern sind. In anderen Regionen wäre es sinnvoll, an den dortigen jeweiligen historischen Traditionen anzuknüpfen.
Wer ist ein Nemeter oder eine Nemeterin? Wer immer sich den acht nemetischen Leitideen zuwenden will. Wer Kontakt mit Seinesgleichen sucht, trägt sich über die Mailadresse ProjektNemetien [at] nemetien.org in die Nemeterliste ein und erhält dann regelmäßig Mailings. Außerdem können die Zugehörigen der Nemeterliste an Abstimmungen teilnemen, die gesamtnemetische Angelegenheiten betreffen.
Seid ihr von einer bestimmten politischen Richtung? Nemeter haben sicherlich Ansichten und Meinungen zu politischen Themen. Aber wir kommen nicht gemeinsam aus einer bestimmten politischen Richtung, sondern sind da sehr unterschiedlich. Allerdings werden sich Rassisten, Nationalchauvinisten und Blut-und-Boden-Mystiker kaum in dem Projekt wohl fühlen, und auch Befürworter von militaristischen Zwangsystemen (Stalinismus, Faschismus, etc.) oder der kapitalistischen Profitwirtschaft werden sich bei uns eher fehl am Platz fühlen. Gleichwohl verlangen wir keine politischen Lippenbekenntnisse oder Distanzierungen ab, für uns ausschlaggebend ist nur die gemeinsame Orientierung an den sieben nemetischen Leitideen.
Seid ihr sogenannte Neuheiden? Nun, einige Nemeter beschäftigen sich mit dem, was man Neuheidentum nennt. Aber umgekehrt ist nicht jeder Nemeter ein Neuheide. Bei uns gibt es ebenso Atheisten, Buddhisten und möglicherweise sogar Christen.
Hängt ihr einem bestimmten religiösen Glauben an? Nein. Bei uns glaubt jeder das, was er will. Einige sogar, was sie nicht wollen (Scherz). Aber wir ermuntern zu einer freien, dogmatisch nicht gebundenen Spiritualität.
Vertretet ihr einen bestimmten Lebensstil, z.B. in Fragen von Liebe, Familie, Sexualität? Nein. Wir treten für Pluralität, Selbstbestimmung und Vielfalt ein. Viele Anhänger des nemetischen Projektes stehen auch für Gemeinschaft in Fragen der Liebe und er Sexualität ein, aber das kann jeder halten, wie er will.
Seid ihr ZEGG-Anhänger? Einige von uns kennen das ZEGG, das sich u.a. mit Themen wie “freier Liebe” auseinandersetzt und in der Gemeinschaftsbewegung sehr bekannt ist. Aber die Anhänger des nemetischen Projektes sind insgesamt genausowenig Anhänger des ZEGG wie etwa Anhänger einer bestimmten politischen Richtung.
Habt ihr überhaupt Gemeinschaftserfahrung? Einige, aber nicht alle. Einige von uns waren oder sind Mitglied von bestehenden Gemeinschaften verschiedener Größe und Art. Wir wissen, daß Gemeinschaftsbildung ein schwieriger, komplexer, aber sehr lohnender Prozeß ist.
Habt ihr etwa vor, Betriebe zu begründen? Haben wir nicht nur vor, einige von uns haben das schon. Wir machen weiter.
Strebt ihr etwa eine Art politischer Autonomie von Nemetien an? Sagen wir es so: wir fänden es besser, wenn Europa durch selbstbestimmte Regionen gebildet werden würden, mit all ihrer Vielfalt, als durch zentralistische und bürokratische Nationalstaaten. Wir haben da so eine Idee, daß ein Europa der Regionen eine Alternative zum Europa der Nationalstaaten sein könnte. Wir lieben überschaubare politische Einheiten und direkte Demokratie. Über alles weitere werden wir uns sicherlich Gedanken machen.
Bekennt ihr euch zu Deutschland? Wohl kaum. Wir bekennen uns zu Nemetien und zu einer globalen Umgestaltung. Gleichwohl: derzeit sind wir fast alle deutscher Staatsangehörigkeit, was aber wenig aussagt. Nein, falsche Adresse. Wir zählen auch den Elsaß zu Nemetien, aber die Elsässer würden sich bedanken, wenn sie nach den schlechten Erfahrungen mit dem deutschen Reich zu Deutschland gezählt werden würden. Außerdem halten wir alle Nationalstaaten für (gelinde gesagt) überholt, und wir stellen die historische Legitimität aller Nationalstaaten in Frage.
Ist das Projekt Nemetien nicht etwas zu groß? Zu groß? Wieso? Nemetien ist klein und regional, im Rahmen der globalen Transformation. Wir möchten unseren Beitrag zu einem weltweiten Wandlungsprozeß leisten, und der ist bescheiden genug. Zu groß ist Nemetien nur für die Menschen, die sich lieber bestimmen lassen als selbst zu gestalten. Und außerdem: nur große Visionen bringen große Ergebnisse.
Wieso verwendet ihr das Wort “Heimat”? Ist das Wort nicht durch die Nazis und die Revanchisten in Mißkredit geraten? Heimat steht geographisch für den Ort - die Stadt, das Land oder die Gegend -, an dem man heimisch ist, gerne lebt und mit dem man sich verbunden fühlt. (laut Enzyklopädie). So verstehen wir dieses Wort und mit anderen Konnotationen haben wir nichts am Hut. Der große Philosoph Ernst Bloch spricht von der "Utopie vom Umbau der Welt in Heimat". Besser als wir es vermögen, spricht er unser zentrales Anliegen aus: "Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfaßt und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat." Dem möchten wir nichts hinzufügen.
Findet ihr nicht, daß ihr ganz schön verrückt seid? Nun, wir hoffen ehrlich, daß wir nicht angepaßt sind.
Kann man bei euch mitmachen? Und wie? Klar doch. Schick uns eine Mail und laß uns kennenlernen.
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